von Lea, Nathalie und Finja
„Hmm, das klingt logisch.” oder “Das muss doch eine Lüge sein!”wird schnell abgetippt, dann ein Retweet. Wir nehmen über verschiedene Kanäle täglich tausende Informationen auf. Ist es überhaupt noch möglich, deren Richtigkeit zu überprüfen?
Donnerstagnachmittag. Lena hockt im Bett und scrollt durch Tiktok. Nach einigen Minuten erfährt sie schockierende Nachrichten: “DER EIFFELTURM BRENNT”. Einige Scrolls später… “Eiffeltower in flames… #eiffeltower #burn”. Lena legt ihr Handy beiseite aber die Information schwirrt weiter in ihren Gedanken umher. Am Freitag erzählt sie ihren Freunden von den News und damit ist das Thema für sie abgehakt. 3 Tage später auf Youtube dann die Videoempfehlung “Der Eiffelturm brennt?? Alles nur Fake News.”
Fakt oder Fiktion: Was sind Falschinformationen?
“Fake News“ oder „Falschinformationen“ sind Informationen in Form von Texten, Fotos oder Videos, die nicht der Wahrheit entsprechen. Sie sind mit unbewiesenen Behauptungen gespickt und beziehen sich auf nicht geschehene Ereignisse oder Handlungen. Häufig werden sie über elektronische Kanäle, bevorzugt über soziale Medien, verbreitet.”
https://www.lmz-bw.de/medienbildung/themen-von-f-bis-z/hatespeech-und-fake-news/fake-news/was-sind-fake-news
Falschinformationen haben eine weit zurückliegende Geschichte. Bereits im antiken Griechenland wurden Falschinformationen insbesondere für politische Zwecke verwendet.[1] Die Verbreitung von Informationen war jedoch wegen der im Vergleich zu heute beschränkten Mittel sehr langsam. Zudem konnte aus denselben Gründen auch die Aufklärung nur langsam erfolgen.
Als im 16. Jahrhundert vermehrt Werke gedruckt wurden, konnten sich Falschinformationen rasanter verbreiten. Die Leserschaft wurde so leichter manipuliert und gelenkt.
In unserem digitalen Zeitalter können Falschinformationen in Sekundenschnelle Millionen von Menschen erreichen.
Die Geschichte zeigt, dass Falschinformationen schon sehr lange in unserer Gesellschaft existieren. Mit neuen Technologien kommen neue Herausforderungen im Kampf gegen Unwahrheit. Deshalb ist es umso wichtiger, informiert zu sein und sich kritisch mit jeder Information auseinanderzusetzen.
Arten der Falschinformationen
Der Begriff Falschinformationen (Fake News) ist weit gefächert. Er umfasst verschiedene Arten von Fehlinformation, sowie Desinformation.
Unter Desinformation versteht man Falschnachrichten, welche beabsichtigt irreführend sind. Beispiele dafür sind einfache Lügen oder Gerüchte, aber auch falsche Statistiken oder verkürzte Zitate. In den letzten Jahren sind auch manipulierte Inhalte immer häufiger zu finden. Während es sich damals meist um z.B. mit Photoshop gefakte Inhalte handelte, sind es mittlerweile Deepfakes. Bei Deepfakes handelt es sich um mithilfe von maschinellem lernen verfälschte Video- oder Audio-Inhalte.
Fehlinformationen sind um einiges komplizierter, da sie die Inhalte beschreiben, welche unbeabsichtigt irreführend sind. Ein Teil davon sind journalistische Fehler, welche durch falsche Quellen oder unzureichende Recherche entstehen. Ein weiterer sind verschiedene Arten der Verschwörungstheorien. Besonders diese können problematisch sein, da die Verbreiter*innen selbst von der Richtigkeit überzeugt sind und häufig Fakten, welche dem Geglaubten widersprechen ignorieren.
Zuletzt können auch Satire oder Parodien dazu gezählt werden. Das ist jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da die Verbreitung meist offensichtlich dem Entertainment dient und nur von wenigen missverstanden wird.[2]
Wie erkenne ich Fake News?
Nicht immer sind Falschinformationen leicht zu erkennen. Viele Fake News können schon anhand ihrer Gestaltung erkannt werden. Sie haben oft einen emotional ausgerichteten Text kombiniert mit vielen Ausrufe- und Fragezeichen, die Leser*innen anlocken sollen. Wenn jedoch die Gestaltung nicht aussagend ist, gibt es weitere Faktoren auf die Nutzer*innen achten können.
Leser*innen sollten sich zusätzlich über die Herkunft und die Quelle des Textes informieren. Wurde ein*e Autor*in angegeben? Gibt es ein Impressum? Wenn nicht, ist schonmal große Vorsicht geboten. Meist wird dies getan, um die Autorenschaft zu verschleiern. Zudem besteht eine Impressumspflicht in Deutschland für Artikel und Angebote, die nicht rein persönlichen oder familiären Zwecken dienen.[3] Somit können sich Nutzer*innen schon fast sicher sein, dass es sich hiermit um eine Falschinformation handelt, wenn dies fehlt.
Wie schon erwähnt sollten Nutzer*innen ebenso auch prüfen, ob Quellen angegeben wurden. Falls nicht, sollten andere Quellen recherchiert werden, um sich ein eigenes Bild der Gesamtsituation zu bilden. Dabei kann auch die Recherche nach Zahlen und Fakten helfen.

Fazit
Beim heutigen Überfluss von Informationen, können wir ohne Kontext von vermeintlichen Informationen recht leicht getäuscht werden. Genau deshalb müssen wir uns bewusst vor und gegen Fake News schützen. Durch den großen Andrang an Informationen ist kritisches Denken erforderlich, um Fake News zu identifizieren. Seien es die Autor*innen, Quellen oder Gestaltung, das Überprüfen gibt meist Hinweise zu deren Richtigkeit. Wenn jeder von uns etwas bewusster mit diesem Überfluss an Informationen umgeht, ist es möglich die Verbreitung von Fake News einzudämmen.

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